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GEH e.V.

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Steinlah ist das 1. Arche Dorf

Es ist der 23. Februar 2011, 13.15 Uhr

Wir erwarten Frau Antje Feldmann von der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.). Wir, das sind Frau Angela Tiefnig, Herr Gustav Reupke und Frau Iris, Herr Stefan Beims, mein Mann Hans-Jürgen Hesse und ich. Zwei Jahre sind vergangen, seit wir uns darum bemüht haben aus unserem Steinlah ein Arche Dorf werden zu lassen. Steinlah liegt im nördlichen Harzvorland an der B6 zwischen Hildesheim und Goslar. Seit vielen Jahren haben wir uns auf die Fahnen geschrieben Haustiere zu halten, die vom Aussterben bedroht sind. Wir züchten erfolgreich, mit viel Freude bei artgerechter Haltung. Und natürlich haben wir die Tiere auch um sie zu nutzen, d. h. sie getreu dem Motto der GEH „Arterhaltung durch Aufessen“ in ihrer genetischen Vielfalt zu bewahren. Alle Tiere, die die züchterischen Voraussetzungen nicht erfüllen, werden zu kulinarischen Köstlichkeiten verarbeitet. Während wir auf dem Hof in der kalten Wintersonne warten, gesellen sich noch der Samtgemeindebürgermeister von Baddeckenstedt Herr Range und der Ortsbürgermeister Herr Melicki, sowie die geladenen Vertreter aller im Ort ansässigen politischen Parteien hinzu. Endlich ist auch Frau Feldmann da! In der Futterdiele des Kuhstalls von Herrn Reupke, der u. a. Rotes Harzer Höhenvieh züchtet, haben wir eine Tafel vorbereitet. Wohlige Wärme spenden ein Gaspilz und ein heißer, deftiger Eintopf. Die darin enthaltenen, leckeren Krakauer stammen vom selbst gezüchteten Rauhwolligen Pommerschen Landschaf. Es ist eine schöne, dem Anlass entsprechende Atmosphäre. Nach dem Essen erhebt sich Frau Feldmann. Gespannt verstummen die Gespräche. Frau Feldmanns wertschätzende Worte würdigen unsere tägliche Arbeit mit den Tieren. Doch die Größte Ehre für uns Züchter ist die Überreichung der Urkunde für das

1. Arche Dorf Deutschlands.

Dieses Zertifikat macht uns stolz und verleiht unserem Dörfchen Glanz und Anerkennung. Es folgen die Ansprachen der Bürgermeister und politischen Vertreter. Immer wieder hören wir den Tonus heraus: „Wie gut, dass es Menschen gibt, die ein Dorf mit einer solchen Vielfalt von seltenen Tieren lebenswert machen.“ In Steinlah sieht man auch heute noch Diepholzer Gänse und Pommern-Enten weiden. Lakenfelder, Altsteirer, Deutsche Reichshühner und Bergische Kräher trifft man auf grünen Wiesen im Dorf an. Rauhwollige Pommersche Landschafe, Harzer Rotvieh, Rheinisch Deutsches Kaltblut und Exmoorpony sind im Sommer auf Weiden rund um Steinlah zu bewundern. Harzer Füchse laufen auf den Höfen und arbeiten am Vieh. Selbst ein Husumer Schwein darf im Sommer mitten im Dorf in Herrn Beims Hausgarten weiden. Der schöne Nachmittag klingt bei Kaffee und Kuchen und mit vielen fruchtbaren Gesprächen aus. Das Arche-Dorf-Zertifikat soll uns ein Ansporn sein, weiter zu machen, besser zu werden und unsere vielen neuen Ideen zu verwirklichen um die Grundsätze zur Erhaltung der Artenvielfalt und artgerechten Haltung weit über unsere Grenzen hinaus zu tragen. Danke liebe Frau Feldmann und Dank auch an alle anderen Verantwortlichen der GEH.
(Angelika Hesse)


(C) 2011-2017 Fotos - Angela Tiefnig
(C) 2011-2017 Foto Panorama Steinlah - Joachim Tiefnig
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